Die Teilnahme am European Energy Award wird fortgesetzt

Nach erfolgreicher Zertifizierung im Dezember 2016 und der Auszeichnungsveranstaltung im Mai 2017 als Europäische Energie- und Klimaschutzkommune hat die Stadt Beeskow im Juni 2018 den Zuwendungsbescheid der ILB zur weiteren Teilnahme am European Energy Award mit dem Ziel der Re-Zertifizierung erhalten.

Das Projekt läuft über 4 Jahre von 2018 bis 2021 und wird zu 80% gefördert. Weitere Informationen zum Verlauf des Projektes werden unter Klimaschutz / EUROPEAN ENERGY AWARD veröffentlicht.

 

Plakat EFRE-Förderung

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Energie sparen im Haushalt

 

Energie klug eingesetzt, schont Umwelt und Geldbeutel

Die „zweite Miete“, also Strom- und Heizkosten, sind für viele Haushalte eine erhebliche finanzielle Belastung. Die Möglichkeiten für Mieter, diese Kosten durch umfangreiche Investitionen zu senken, sind jedoch beschränkt. Wärmedämmung, neue Fenster oder eine moderne Heizung inklusive Warmwasserbereitung sind Sache des Vermieters. Dennoch können Sie einiges tun, um Energie und Geld zu sparen.

 

Kontrollieren Sie Ihren Verbrauch

Wenn Sie Ihr Energiesparpotential ermitteln möchten, sollten Sie sich als erstes fragen, wie hoch Ihr Energieverbrauch ist. Hier ist es wichtig, sowohl den Stromverbrauch als auch den Heizenergieverbrauch zu kennen. Nur wenn Sie Ihre Verbrauchsdaten regelmäßig kontrollieren, können Sie beurteilen, ob die gestiegenen Energiekosten auf einen höheren Verbrauch zurückgehen oder auf die Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen sind. Sie können Ihr Einsparpotenzial abschätzen, indem Sie Ihren eigenen Verbrauch mit Durchschnitts- und Bestwerten vergleichen. Informationen dazu erhalten Sie bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale. Mit dem Stromspiegel können Sie Ihren Stromverbrauch mit dem ähnlicher Haushalte in Deutschland vergleichen.

 

Heizen und Lüften Sie gezielt

Die Heizenergie macht im Haushalt rund 70 Prozent des Energieverbrauchs aus. Heizen Sie nur so viel, wie Sie tatsächlich brauchen. Wenn Sie zum Beispiel in einem Raum die Temperatur von 24 °C auf 20 °C senken, können Sie schon dadurch Ihre Heizkosten spürbar senken. Ein Thermometer hilft Ihnen, die Räume optimal zu heizen. Nachts und wenn Sie für längere Zeit die Wohnung verlassen, können Sie die Heizung deutlich drosseln.

Halten Sie die Türen zwischen warmen und kalten Räumen immer geschlossen, sonst gelangt mit der Wärme auch Feuchte in den kühleren Raum.

Falsches Lüften während der Heizperiode kann Ihren Energieverbrauch und Ihre Heizkosten stark erhöhen. Gezieltes Lüften senkt hingegen nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern auch die Schimmelgefahr. Die effektivste Methode, die Luft in einem Raum komplett auszutauschen, ist kurzes Querlüften bei weit geöffneten gegenüberliegenden Fenstern und Innentüren. Ersatzweise bewirken auch gekippte Fenster einen gewissen Luftaustausch. Allerdings sollten Sie die Fenster beim Kipp- wie beim Stoßlüften nach einer Weile wieder schließen. Am besten überprüfen Sie den Lüftungsvorgang mit einem Thermo-Hygrometer. Wir empfehlen eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 35 und 60 Prozent.

 

Kommen Sie Stromfressern auf die Spur

Gut ein Drittel der gesamten Energiekosten eines Haushaltes macht der Stromverbrauch aus. Seit der Jahrtausendwende hat sich der Strompreis für Privathaushalte mehr als verdoppelt. Nehmen Sie Ihren Stromverbrauch also genau unter die Lupe: Wählen Sie schon beim Kauf energieeffiziente Geräte, vermeiden Sie Energieverluste durch Stand-by-Einstellungen und gehen Sie bewusst mit Elektrogeräten um. Das wird Ihre Stromrechnung erheblich senken.

 

Stromverbrauch in einem typischen Zwei-Personenhaushalt in einem Einfamilienhaus ohne Warmwasserbereitung: 3.050 kWh pro Jahr, 80 Euro Stromkosten pro Monat (inkl. Grundgebühr)

 

Sparen Sie mit Ihren Haushaltsgeräten Strom

Viele Helferchen wie Herd, Kühlschrank, Waschmaschine, Geschirrspüler oder Trockner finden sich in den meisten Haushalten und erleichtern uns täglich den Alltag. Gewusst wie, können Sie bei ihrer Nutzung leicht Strom sparen.

Kochen

Im Vergleich zu einem Gussplattenherd ist ein Elektroherd mit Glaskeramik-Kochfeld etwa zehn Prozent sparsamer, weil weniger Energie beim Vor- und Nachwärmen verloren geht. Noch sparsamer ist ein Induktionsherd, da über die Topfböden die Wärme besser als bei herkömmlichen Herdplatten weitergeleitet wird. Kleinere Mengen (bis 500 Gramm) erwärmen Sie idealerweise in einer Mikrowelle, denn hier geht kaum Energie durch Wärmeübertragung verloren. Wasser für Kaffee und Tee bereiten Sie kostengünstig mit einem Wasserkocher zu. Wichtig: Nur die Wassermenge erwärmen, die Sie wirklich benötigen.

Kühlen

Damit die kalte Luft nicht unnötig herausströmt, halten Sie Kühl- und Gefrierschranktüren immer nur möglichst kurz geöffnet. Lassen Sie Speisen erst abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Eine dicke Eisschicht schluckt ebenfalls viel Energie. Tauen Sie Ihr Gefrierfach daher regelmäßig ab. Entscheidend für den Stromverbrauch von Kühlgeräten ist zudem die Umgebungstemperatur, also der Standort: Sie sollten nicht neben der Heizung oder dem Backofen stehen. Zudem ist es wichtig, dass die Rückwand und die Lüftungsschlitze frei bleiben, damit die Abwärme besser abziehen kann.

Spülen

Beim Spülen mit der Hand wird meistens mehr Wasser und Energie verbraucht, als die gleiche Geschirrmenge in der Spülmaschine benötigt. Daher lohnt es sich, in Haushalten mit mehreren Personen einen Geschirrspüler anzuschaffen. Einige Geräte lassen sich direkt an die Warmwasserleitung anschließen. Das Wasser muss dann nicht mehr teuer mit Strom erwärmt werden. Ob sich das für Sie auszahlt, hängt u.a. von der Art der Warmwassererzeugung und der Leitungslänge ab.

Waschen

Wichtigste Stellschraube ist die Waschtemperatur: Bei normal verschmutzter Wäsche reichen 30 °C oder sogar 20 °C Waschtemperatur für ein sauberes Ergebnis aus. Sie können also in den meisten Fällen auf die 60 °C-Wäsche und erst recht auf Kochwäsche bei 95 °C verzichten. Bei 30 °C sparen Sie gegenüber einer 60 °C-Wäsche wenigstens 30 Prozent Energie. Außerdem wäscht eine gut gefüllte Maschine immer am günstigsten, auch wenn moderne Waschmaschinen den Wasser- und Stromverbrauch der Wäschemenge anpassen: Zwei Sparprogramme verbrauchen typischerweise 50 Prozent mehr Strom als eine vollgefüllte Normalwäsche.

Trocknen

Die gute alte Wäscheleine ist in Sachen Energie sparen unschlagbar. Aber auch wenn Sie nicht auf Ihren Wäschetrockner verzichten wollen, lässt sich Strom sparen: Um die Trocknerzeit zu verkürzen, sollten Sie die Wäsche vorher gut schleudern, möglichst mit mindestens 1.400 Touren. Denn je kürzer der Trockner arbeiten muss, desto weniger Strom verbraucht er. Steht die Neuanschaffung eines Trockners ins Haus, lohnt es sich, über ein gasbetriebenes Gerät oder einen Trockner mit Wärmepumpentechnik nachzudenken, die in der Regel sehr viel weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Abluft- oder Kondensationstrockner. Die Anschaffungskosten sind allerdings höher.

Warmes Wasser mit weniger Strom

In einem durchschnittlichen Haushalt macht die Warmwasserbereitung den zweigrößten Posten beim Energieverbrauch aus. Die Wassererwärmung mit Strom ist besonders energieintensiv und damit teuer. Langfristig lohnt es, herkömmliche, hydraulisch gesteuerte Durchlauferhitzer gegen elektronisch geregelte auszutauschen. Mit ein paar kleinen Veränderungen können Sie zusätzlich Ihren Stromverbrauch und damit auch Ihre Kosten senken:

 

Die Energieberatung findet an jedem ersten Donnerstag im Monat von 14:00 bis 18:00 Uhr im Beratungsstützpunkt Beeskow, Mauerstraße 28 (Bibliothek) statt. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich unter 0331-98 22 999 5 (Mo.-Fr. 09-18 Uhr) oder in jeder verbraucherberatungsstelle.

gefördert durch:

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie