Beeskower Kiez

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Um 800 u. Z. setzt die Besiedlung der Spreeinsel ein, die heute Kietz heißt. Man nennt 1185 als Gründungsjahr und beruft sich auf die Chronik von Ziethe aus dem 19. Jahrhundert. Das ist die älteste bekannte Urkunde der Stadt von 1272. Welche Stämme oder Völkerschaften haben unmittelbar vor der deutschen Be-siedlung in der Region gelebt? Es waren Slawen, wahrscheinlich vom Stamm der Lusici, von dem die Lausitz ihren Namen hat. In der Gemarkung der heutigen Stadt Beeskow existieren jungslawische Siedlungen (1000 - 1200 u. Z.) auf einen Landsporn zwischen Spree und Ögelfließ, auf dem Kietz - hier wahrscheinlich schon seit dem 8. Jahrhundert - sowie auf einem Sandhorst östlich der Spree in der Nähe des heutigen Ökohofes und höchstwahrscheinlich noch auf dem Maulswerder. Die Insel (Kietz) wird von Luch und Spree umflossen. In der Zeit zwischen 1000 und 1200 u. Z. lebten in der Gemarkung der späteren Stadt slawische Bewohner in mehreren kleinen dörflichen Siedlungen, von denen die Kietz-Siedlung die bedeutendste und älteste gewesen sein dürfte. Ihren Lebensunterhalt erwarben sie mit Ackerbau, Viehhaltung und Fischfang. Güter des täglichen Bedarfs produzierten die Familien selbst z. B. einfache Gebrauchskeramik, Leinen und hölzerne Gerätschaften.